Milliardenstrafe für Samsung zum Teil aufgehoben

 Milliardenstrafe für Samsung zum Teil aufgehobenSamsung muss vorerst nicht die vollen 1,05 Milliarden US Dollar an Strafe an Apple bezahlen. Das wurde in einem Dokument bekannt gegeben, welches jetzt im Internet aufgetaucht ist. Darin hebt Richterin Lucy Koh vorrübergehend 451 Millionen des gegen Samsung verordneten Schadensersatzes auf und legt somit Teile des Urteils den Geschworenen zu einer erneuten Verhandlung vor.

Die Strafzahlungen wurden von den Geschworenen falsch berechnet

Der Grund für die teilweise Aufhebung des Urteils: Die Schadenssummen seien bei einigen Geräten durch die Geschworenen falsch berechnet worden. Das betrifft die Modelle Galaxy Ace, Galaxy S, Galaxy S2, sowie deren Abwandlungen. Ebenso betroffen sind zwei Versionen des Samsung Galaxy Tab 10.1 mit WLAN und LTE-Anbindung. Apple beantragte zu den fast 600 Millionen Dollar, die Samsung trotzdem zahlen muss, auch weitere Strafzahlungen, die Richterin Lucy Koh allerdings ablehnte. Ebenso wurden für weitere 15 Geräte die Strafzahlungen falsch berechnet. Darin enthalten sollen nicht nur die Patentverletzungen, sondern auch Markenverletzungen berechnet worden sein. Jedoch hätten bloß die Patentverletzungen berechnet werden dürfen. Die Strafen seien dadurch viel zu hoch.

Ein neuer Prozess kommt

In den USA wurde das Urteil von vielen Seiten angegriffen. Die Geschworenen seien zu schnell zu ihrem Urteil gelangt. Apple und Samsung haben die Möglichkeit die Entscheidung Kohs via Berufung anzufechten. Koh riet den beiden Parteien diese Möglichkeit einem neuen Prozess vorzuziehen. Tatsächlich haben sowohl Apple als auch Samsung bereits einen neuen Prozess geplant. Darin sollen neue Geräte wie etwa das iPhone 5 in den Prozess mit einbezogen werden. Beide Unternehmen peilen den neuen Prozess für 2014 an. Unter den vielen internationalen Prozessen hat die Zulieferbeziehung beider Anbieter enorm gelitten.