Foxconn reagiert auf Kritik: Bessere Bezahlung und ein Informationsnetz gegen Selbstmord
Christoph Till | 22.02.2012 | 20:55 Uhr
Gestern lief beim US Sender ABC in der Sendung Nightline der Bericht zum chinesischen Unternehmen Foxconn. Der Sender hatte exklusiv Zutritt zum gesamten Unternehmen bekommen und erhielt gleichzeitig die Möglichkeit, die Verbesserungen innerhalb des Unternehmens kennenzulernen, die nach den zahlreichen Selbstmorden eingeführt wurden.
Höhere Bezahlung und Informationsnetz
Die Arbeitsbedingungen entsprechen, so der ABC Nightline Bericht, höheren Standards, als die im chinesischen
Raum gängig sind. Auch die Selbstmordrate sei niedriger als bei vergleichbaren Unternehmen. Jedoch reagierte Foxconn auf die Kritik und baute ein großes Informations- und Meldenetz auf, um Selbstmorde zu verhindern. Zudem wurde der Lohn auf 1,78 Dollar angehoben. Von den Mitarbeitern selbst wurden allerdings die Arbeitsbedingungen mit 12 Stunden Schichten und schlechten Lebensbedingungen in den Schlafsälen beklagt. Ansonsten zeigte der Bericht, dass Apple anscheinend mit sehr viel Sorgfalt auf die Kritik in den Medien reagiert hat.
Schlafquartiere mit sechs bis acht Personen pro Raum
Die integrierten Schlafräume bei Foxconn beherbergen sechs bis acht Personen. Die Übernachtung kostet 17,85 Dollar pro Monat, sind für Foxconnmitarbeiter aber keine Pflicht. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen wurden international stark kritisiert, scheinen in China allerdings Alltag zu sein. In einem Dorf in der Nähe der Fabrik von Foxconn waren die Lebensbedingungen ähnlich und erscheinen so als normal in China.
Hier ist der komplette Bericht von ABC Nightline nochmal zum Ansehen:





