Apple will in Zukunft eine Nutzerzustimmung bei Zugriff aufs Adressbuch

Christoph Till | 15.02.2012 | 21:43 Uhr

path address book Apple will in Zukunft eine Nutzerzustimmung bei Zugriff aufs AdressbuchNach dem Skandal um das mobile soziale Netzwerk Path, welches ohne Zustimmung des Nutzers das Adressbuch hochläd, hat der Technikkonzern aus Cupertino reagiert. In einem zukünftigen iOS Release will Apple erwirken, das vor dem Zugriff auf das Adressbuch eines Nutzers eine Zustimmung dessen notwendig ist. Dem Ereignis war ein Briefwechsel mit dem US Kongressabgeordneten Henry Waxman vorausgegangen, der eine Stellungnahme zu Apples Verhältnis im Bezug auf die Adressbücher der Nutzer und deren Upload auf die eigenen Server wollte.

Tim Cook: Apple verbietet Upload von Adressbüchern

Apple reagierte mit einem Statement darauf, welches aussagte, dass der Upload von Adressbüchern durch externe Anwendungen auf die Server des Anbieters gegen die Nutzungsbedingungen von Apple verstoße. Dementsprechend werde man mit eindeutigen Maßnahmen darauf reagieren. Das Feature welches eine eindeutige Zustimmung des Nutzers erfordere wird vielleicht schon in die iOs Version 5.02 integriert soll aber spätestens bis zur Version 5.1. Dafür nehme Apple sogar ein extra Update in Kauf.

Schnelle Reaktion zeigt: Datenschutz scheint Apple nicht egal zu sein


Der Kongressabgeordnete Waxman deutete in seinem Brief auch einen indirekten Vowurf gegenüber dem Konzern an. Apple habe sehr viele Tools und Frameworks auf seiner Internetseite mit Hilfe derer Daten gespeichert werden könnten. Die Reaktion Apples zeigt, dass sie im Bezug auf Datenschutz nichts anbrennen lassen wollen und Wert darauf legen, ein besseres Image als die Konkurrenz von Google und Facebook im Bezug auf Datenschutz zu haben. Apple hatte hier durch die Speicherung von Ortsdaten und andere Skandale bereits Shitstorms hinter sich.

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