Need for Speed Shift: Wie realistisch es wirklich ist
Philipp Biel | 18.05.2011 | 20:15 UhrDas ist doch mal was! Need For Speed steht eigentlich für ein unrealistisches Gameplay. Doch mit NFS Shift soll sich in punkto Realistik einiges verändern. Inwiefern es gelungen ist, jetzt im Test.
Der erste Eindruck:
NFS Shift macht einen guten ersten Eindruck. Das Einführungsvideo ist wie beim Nachfolger einwandfrei. Und auch das Tutorial ist wie immer gut gelungen.
Dabei ist das Spielprinzip dieses Mal etwas anders: Es gibt Punkte für zum Beispiel Crashs, Windschattenfahrten und vieles weitere. Je mehr Punkte, desto, logischerweise, besser ist es für das Endergebnis.
Die Steuerung:
Die Steuerung ist wie bei jedem Racer gleich. Lenken durch die Bewegungssensoren und Bremsen durch Berührungen auf dem Touchscreen. Aber Achtung: Wer stark einlenkt, der kann auch um die Kurven driften – ein sehr netter Zusatz. Dies macht die Steuerung um einiges realistischer und lustiger.
Es gibt verschiedene Fahrerhilfen, die allesamt abgestellt werden können. Beispielsweise sind bei der Schwierigkeitsstufe “Anfänger” sämtliche Hilfen eingestellt. Brems-, Gas-, Lenk- und Schalthilfen sind aktiviert. Natürlich verleihen diese Einstellungen dem Spiel nicht den größten Spaßfaktor.
Grafik & Sound:
Grafisch ist diese Applikation noch auf dem Standart der dritten Generation. – Sehr schade eigentlich, obwohl angeblich für das Retina-Display geupdatet wurde. Doch soundtechnisch kann diese App glänzen. Mit toller, und die für Racer nötige Hintergrundmusik, macht es für dem Fahrer gleich doppelt Spaß.
Die Realistik:
Hier darf ruhig geprahlt werden – zumindest in der Need For Speed Reihe. Dank der Cockpitsicht, den Ideallinienkennzeichnungen und des etwas höheren Geschwindigkeitsverlust bei Kontakt mit der Bande wirkt es gleich viel realistischer.
Für Spieler die eher das typische Rasen ohne Bremsen bevorzugen zwar ein Kompromiss, aber vielleicht ein wenig zu anspruchsvoll.
Die (Strecken-)Auswahl:
Wie bei NFS üblich, stehen viele unterschiedliche Fahrzeuge zur Verfügung. Dabei auch Tuningteile, die die Geschwindigkeit, die Reifen, das Fahrwerk und Nitro verbessern.
Üblicherweise befindet man sich häufig auf Strecken, die meist für Rennen geeignet sind. Also man fährt nur auf Formel 1-ähnlichen Strecken.
Das Preis-Leistungsverhältnis:
2,39 Euro sind nicht zu viel verlangt. Negativ schlägt die Grafik zu Buche. Sonst einwandfrei. Der Spielspaß ist gehobener als beim Vorgänger, dank des etwas realistischeren Gameplay. Die Spieldauer kann ungefähr 8 – 10 Stunden betragen – natürlich bei exellentem Fahren.
Der Spaßfaktor ist besonders am Anfang hoch. Allgemein sind Rennspiele nicht großartig fesselnd – so auch die komplette NFS-Reihe.
Fazit: Endlich! Endlich hat sich EA mal mit einem realistischen Gameplay auseinandergesetzt. Doch in diesem Bereich ist noch viel Potenzial. Das Spiel ist – wenn man es anständig spielt (Bremsen, Ideallinie und so weiter) total nett gemacht. 2,39 Euro sind in Ordnung. Verbesserungsbedarf besteht aber eindeutig noch in der Grafik.
Auch die 10 Stunden Spieldauer sind angemessen.
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