Bewegungsprofile: Apple in Erklärungsnot!
Philipp Biel | 24.04.2011 | 12:07 UhrDer Datenschutzskandal scheint komplett, die ganze Welt beschwert sich über Apple und dessen Standortdaten. Jetzt schalten sich auch deutsche Behörden ein.
Bayerns Datenschutzbeauftragter Thomas Kranig fordert, in der “Süddeutschen Zeitung”, vom kalifornischen Computergiganten Apple eine Erklärung. Es soll transparenz geschaffen werden, was das Unternehmen mit den Daten seiner Kunden macht und welchen Grund es für die Speicherung von Bewegungsprofilen der iPhone und iPad Nutzern hat.
Seine Behörde habe Apple eine Frist bis zum 10. Mai gesetzt. Sollte Apple nicht reagieren, “dann können wir etwa Bußgelder von bis zu 300.000 Euro verhängen”, so Kranig. Er verwies auf die Einflussmöglichkeiten deutscher Landesbehörden bei amerikanischen Unternehmen: “Auch ein großer Konzern, der sich in Deutschland bewegt, muss sich an deutsche Gesetze halten”.
Auch auf politischer Ebene reagierte man. Die FDP zeigte sich empört über die Nachricht, dass Smartphone-Betreiber Bewegungsprofile ihrer Handy-Kunden erstellen. “Es ist absolut nicht in Ordnung, den Leuten so etwas unterzuschieben”, so der Rechtsexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, zur “Frankfurter Rundschau”.
Erst kürzlich wurde bekannt, dass das Betriebssystem iOS4 in regelmäßigen Abständen den Standort der Nutzer sicherte. Zusätzlich wurden diese Daten mit genauen Zeitangaben versehen, die Rückschlüsse über das Bewegungsprofil des Nutzers zulassen.






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