Das WePad: iPad-Konkurrent aus Deutschland?

Justin Paterson | 21.03.2010 | 01:27 Uhr

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Nachdem Apple das iPad vorgestellt hat, versucht jeder sein eigenes Tablet nach dem Vorbild vom iPad zu bauen. Bald soll es nach den Wünschen der Neofonie GmbH auch ein Tablet aus Deutschland geben.

WePad 150x150 Das WePad: iPad Konkurrent aus Deutschland?Natürlich denken von euch jetzt sicherlich viele, dass dies ein schlechter Scherz ist. Die Firma ist weitgehend unbekannt, nur Eingeweihte dürften deren Suchmaschine WeFind kennen. Außerdem ist auf der ohnehin etwas leeren Homepage der Firma kein Wort über das WePad zu lesen.

Nach den Aussage von Valerie Grund, Pressesprecherin von Neofonie, liegt das aber daran, dass die Seite gerade vollständig überarbeitet wird. Ganz anders sieht es bei Facebook aus. Auf dem WePad-Profil der Firma Neofonie findet man abgesehen von drei schicken Pressebildern tatsächlich Informationen und sogar Fotos, die den Prototypen mit einer hübschen jungen Dame zeigen. Außerdem kann man ein zweiseitiges Informationsdokument herunterladen, das die wichtigsten technischen Spezifikationen verrät.

Und diese sind enorm:
Das  Display ist 11,6 Zoll groß und hat eine Auflösung von 1366×768 Pixel. Es unterstützt Multitouch wie das Apple iPad, welches leider nur mit 9,7 Zoll-Display und 1024×768 Pixel auskommen muss. Auch beim Prozessor überbietet Neofonie das iPad. Während im iPad ein Apple A4-Chip mit einem Gigahertz Taktfrequenz eingebaut wird, steckt im WePad ein Atom Pineview-M-Chip von Intel mit 1,66 Gigahertz. Außerdem verfügt das WePad noch über Anschlüsse wie zum Beispiel einen Kartenleser, zwei USB-Anschlüsse und einer Webcam. Je nach Version wird es ähnlich wie beim iPad 32 oder 64 Gigabyte Speicher und 3G-Funk geben. Zum Modell gibt es leider noch keine konkreten Angaben, vermutlich wird das Tablet sowohl bei Providern wie zum Beispiel T-Movile, als auch bei großen Elektronikmärkten und “untypischen Vertriebspartnern” verkauft, so der Geschäftsführer Helmut Hoffer von Ankershoffen im Interview mit areamobile.

Der Vorteil des WePad gegenüber das iPad: USB-Anschlüsse und Kartenleser erlauben mehr Flexibilität, als beim iPad.
WePad USB 150x150 Das WePad: iPad Konkurrent aus Deutschland?WePad USB2 150x150 Das WePad: iPad Konkurrent aus Deutschland?

Ein weiterer Vorteil gegenüber dem iPad: Das WePad soll Flash vollständig unterstützen. Damit können Internet-Seiten wie am PC oder Mac genutzt werden. Als eBook-Reader ist das WePad ebenfalls gedacht, es unterstützt alle herkömmlichen Formate und zusätzlich einen Premium-Dienst namens WeBook.

Das Betriebssystem des WePads kommt ein Linux-Derivat zum Einsatz, auf dem das Android und eine eigene Nutzeroberfläche aufgesetzt sind. Neofonie verspricht sogar einen problemlosen Zugang zum Android Market, auch wenn die dortigen Apps nicht für die hohe Auflösung des WePad gedacht sind. Allerdings wird es auch spezielle Apps für das Tablet von Neofonie geben, die auch auf Adobe Air zurückgreifen.


Technisch ist das WePad von Neofonie dem Apple iPad eindeutig überlegen, Betriebs- und Ökosystem müssen sich aber erst noch beweisen. Erste Informationen sind aber vielversprechend und könnten Apple ziehmlich in die Knie zwingen.

Aber noch interessanter hört sich aber die Möglichkeit an, über die Software WeMagazine Zeitungen und Magazine auf das Display zu zaubern, als ob man eine interaktive Zeitung in den Händen hält. Um den Käufern eine große Auswahl zu bieten, ist die Firma nach Aussage des Geschäftsführers in Verhandlungen mit mehreren Verlagen. Vorbestellungen sollen noch im April und vermutlich vor dem iPad möglich sein um Konkurenz für Apple zu bieten, auch die Auslieferung der ersten Serienmodelle mit Magnesium-Gehäuse und kratzfester Glasfront könnte noch vor der des Apple-iPads klappen. Laut Neofonie sollen die Preise des Wepads deutlich niedriger sein, als die der Apple-Konkurrenz, so Hoffer von Ankershoffen.

Wir können uns also überraschen lassen wie sich der Markt so entwickelt und wir werden euch natürlich auf den laufenden halten.

-2010 on appleunity.de by Justin Paterson, Philipp Biel

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