MacBook Pro mit nVidia Optimus und 2 Grafikchips
Justin Paterson | 09.03.2010 | 02:23 UhrApple ist ja bekannt dafür Kompromisse und Sonstiges zu bestätigen. Einer der Kompromisse, der in der Vergangenheit aufgedeckt wurde, ist der doppelte Grafikchip in einigen MacBooks-Pro-Modellen: Zwischen akkuschonender Minimalgrafik und hohen Stromverbrauch durch High-End-Grafikleistung müssen Anwender manuell wählen und sich beim Umstellen vom System ab- und wieder anmelden, um die Änderung zu bestätigen. Dieses Problem soll jetzt mit der neuen MacBook Pro Generation behoben werden.
„Im Labor des Mac-Herstellers arbeiten bereits einige MacBook Pro der nächsten Generation, die
automatisch zwischen dem integrierten und dem separaten, High-End Grafikchip umschalten können“, berichtet die US-Gerüchtewebseite AppleInsider und beruft sich dabei auf eigene Quellen. Sollte dieses Gerücht sich bestätigen, wäre dies für Anwender mit einer beträchtlichen Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit verbunden. Denn dann würde das Betriebssystem selbständig je nach Anwendung entscheiden, ob für ein Programm die Benutzung des wenig Strom verbrauchenden, integrierten Onboard Grafikchips ausreichend ist oder es die High-End Grafikkarte sein muss, die dementsprechend mehr Strom frisst.
Auf diese Weise könnten Office- und Internet-Programme automatisch über die integrierte Grafiklösung laufen, während für aufwändige 3D-Spiele oder Multimedia Programme gleichzeitig die volle Leistung der separaten Grafikkarte zur Verfügung stehen muss.
Dass diese Technik keine Zukunftsvision ist, sondern die Gegenwart zeigt die vor kurzen für Windows-PCs vorgestellte Optimus-Technologie von NVIDIA. Sie ist der Nachfolger der in der aktuellen MacBook Pro Generation verbauten Dual-Grafik und wäre damit für den Einbau in den neuen MacBook Pro’s wahrscheinlich.
Seit Oktober 2008 setzt Apple in MacBook Pro mit 15-Zoll-Bildschirm und seit Juni 2009 in den mit 17-Zoll-Bildschirm die Dual-Grafikchips ein. Ihr Austausch durch die Nachfolgegeneration mit Optimus-Technologie wäre daher ein logischer Schritt. Vor allen aber einer der die Benutzerfreundlichkeit noch einfacher machen würde und viele störende Faktoren überflüssig machen würde.
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